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Live-Online-Seminare zu Kunst und Künstler*innen

Liebe Freundinnen und Freunde der Südwestpassage,

sehnen Sie sich wie wir nach Kunst und Kultur? Auch wenn einige Museen und Galerien langsam wieder öffnen, muss der direkte Austausch und Kontakt doch weiterhin rar bleiben.
Wir möchten Ihnen daher eine Reihe von Live-Online-Kunstseminare anbieten, die von Andrea-Katharina Schraepler und Dr. Stefanos Pavlakis durchgeführt werden und in denen Sie ins Gespräch kommen können.
Wir freuen uns, Sie dort zumindest virtuell wiederzusehen und wünschen Ihnen viel Spaß!

Für Fördermitglieder unseres Vereins Südwestpassage sind zwei Seminare kostenfrei.


Keith Haring & New York.
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis
Freitag, den 30. April um 19.00 Uhr
Preis: 18 Euro
New York, 1980. An den Wänden der U-Bahn Stationen der Stadt erscheinen eigenartige, unsignierte Zeichnungen. Sie bilden ineinander verstrickte Strichmännchen ab, flächenfüllend, in Kreide ausgeführt. Hier bellen einen Hunde an, zanken oder lieben sich Männchen mit Männchen, Männchen mit Weibchen, Weibchen mit Weibchen – und immer wieder glotzt einen ein Fernsehkopf an. Keith Harings einzelne Figuren verschmelzen zu einer in sich geschlossenen, vibrierenden Fläche. Seine Kunst lädt nicht nur ein sich über Zeichnung und Schrift, Graffiti, Symbol und Chiffre Gedanken zu machen, sondern auch über das Leben in der Kunstszene einer Stadt, die wie keine andere unsere Auffassung einer modernen Weltmetropole geprägt hat. Warum wurde New York überhaupt zum Zentrum einer ganzen Generation von Kulturschaffenden? Und wie verhalf sie dem jungen Künstler zum Weltruhm?
In einem 90 Minuten langen Online Seminar lädt Stefanos Pavlakis zu einer gemeinsamen Reise in eine andere Zeit und eine andere Stadt ein – auf der Suche nach dem jungen Keith Haring.


Joseph Beuys: Die Soziale Plastik und der Erweiterte Kunstbegriff.
Eine Einführung in sein Denken und Arbeiten anlässlich seines 100. Geburtstages.

Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler
Samstag, den 20. März um 15.00 Uhr
Preis: 18 Euro
Joseph Beuys ist einer der bekanntesten und zugleich am wenigsten verstandenen Künstler des 20. Jahrhunderts. 
Ziel dieses Seminars ist es, den Teilnehmenden anhand seiner Werke ein Verständnis für seine künstlerischen und weltanschaulichen Ideen zu vermitteln und damit einen Zugang zu seiner Idee der Sozialen Plastik und dem Erweiterten Kunstbegriff zu schaffen.
 
 
Was waren die Wunderkammern – und wie prägten sie die europäische Kunst?
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis
Sonntag, den 4. April um 19.00 Uhr
Preis: 18 Euro
Im späten Mittelalter brach in den Königshäusern Europas eine wahre Sammelsucht aus. Es gehörte sich Schätze an sich zu ziehen, sie in großen Gewölben, in Schränken und in Truhen aufzubewahren und sie auserwählten Gästen zu feierlich zu präsentieren. Wunderkammern, diese skurrilen Sammlungen von mechanischen Objekten, Kunsthandwerk, Gemälden, Büchern, ausgestopften Tieren, Skeletten und Mineralien, führten zu einem regelrechten Aufblühen der Künste und der Wissenschaften in Europa. Die Wunderkammer ist der Geburtsort des Museums – und doch ähnelt sie eher einer alchemistischen Rumpelkammer, als einer geordneten Institution. Wie verbinden sich diese beiden Orte, und wo prägt die Idee der Wunderkammer noch die zeitgenössische Kunst?
In einem 90 Minuten langen Online Seminar lädt Stefanos Pavlakis zu einer gemeinsamen Reise durch Geschichten und Bilder ein, die Licht in die Gewölbe und Truhen längst aufgelöster Kunstkammern bringt.
 
 
Wo kommen die Bilder her? Und warum prägen nur bestimmte Bilder eine Zeit?
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis
Sonntag, den 4. April um 16 Uhr
Preis: 18 Euro
In den letzten Monaten dominieren Pressebilder mit Menschenmengen in Atemschutzmasken unseren medialen Alltag. Immer wieder begegnen uns Variationen desselben Motivs. Was führt zur medialen Dominanz dieser Fotos und was rückt durch sie in den Schatten? Was erzählen uns diese Pressebilder Bilder eigentlich?
In einem 90 Minuten langen Online Seminar lädt Stefanos Pavlakis zu einer gemeinsamen Reise durch mögliche Erzählungen zu diesen Bildern ein.
 
Michael Armitage - „Der Paul Gauguin Afrikas“
Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler
Sonntag, den 25. April um 15.00 Uhr
Preis: 18 Euro
Der britisch-kenianische Künstler Michael Armitage ist mit seinen farbintensiven Ölgemälden innerhalb kürzester Zeit zu einem der spannendsten Maler der Gegenwartskunst avanciert. Aktuell ist er mit einer großen Einzelausstellung im Haus der Kunst in München vertreten.
Seine üppigen und oft großformatigen Arbeiten verbinden die Traditionen der europäischen Moderne mit den Themen und Materialien Ostafrikas. 
Für den an der europäischen Kunstgeschichte geschulten Betrachter wirken die Gemälde auf den ersten Blick seltsam vertraut. Bei näherer Betrachtung tut sich jedoch eine exotische und fremd anmutende Bildwelt auf, die auf tagespolitischen Ereignissen Ostafrikas und mythisch traumhaft aufgeladenen Themen beruht. 
Armitage thematisiert so auf intelligente Weise den europäischen Blick und den damit verbundenen Exotismus in der Betrachtung des Anderen. Die Hinterfragung des exotischen Blicks ist das Thema dieses Seminars.  
 
Thomas Demand - Fotografie und Spuk!
Dozent: Dr. Stefanos Pavlakis
Samstag, den 8. Mai um 16 Uhr
Preis: 18 Euro
Der Bildhauer und Fotograf Thomas Demand gehört seit einigen Jahren zum Kanon der zeitgenössischen Kunstfotografie. Bekannt wurde er durch seine Obsession, Tatorte, die sich mittels Pressefotografien im Bewusstsein Vieler verankert haben, in akribischer Feinarbeit nachzubauen, zu fotografieren und als großformatige fotografische Tableaus zu zeigen. Was hat aber Demands Arbeit mit dem Spuk der menschenleeren Städte zu tun, wie wir sie seit der Covid-19 Pandemie erleben? 
In einem 90 Minuten langen Seminar lädt Stefanos Pavlakis – anhand der fotografischen Arbeiten von Thomas Demand – zu einem gemeinsamen Streifzug durch Stadtlandschaften, Architekturmodelle und Ruinen ein, und erläutert dabei Konzepte und Ideen derer sich Demand in seinem Werk bedient.
 
Njideka Akunyili Crosby - Leben zwischen zwei Kulturen
Dozentin: Andrea-Katharina Schraepler
Freitag, den 14. Mai um 18.30 Uhr
Preis: 18 Euro
Die gegenständlichen Arbeiten handeln von der Komplexität der Globalisierung und vermitteln das Gefühl von transnationaler Identität, d.h. dem Gefühl zwischen zwei Nationalitäten zu leben. Crosby lebt zwischen Nigeria und Los Angeles. 2020 waren ihre Werken im Haus der Kunst in München zu sehen.
In vielschichtigen, figurativen Kompositionen kombiniert sie Malerei, Zeichnung und Collage zu großformatigen Papierarbeiten. 
Ihr Werk verbindet persönliche Erlebnisse mit kunsthistorischen und politischen Referenzen. Crosby: „In meiner Arbeit zeige ich, wie sich Kultur bewegt und dabei etwas Neues entsteht.“  
Im Seminar werden wir der Frage nachgehen, inwieweit man Kultur überhaupt noch als Träger von stabilen Werten, Normen, Riten und Praktiken verstehen kann. 
 
 
Anmeldung und Bezahlung

Die Seminare finden über Zoom statt. Eine Anmeldung ist erforderlich über die folgende Mail:
a) für die Seminare von Andrea-Katharina Schraepler an: schraepler@via-artis-berlin.de/
b) für die Seminare von Stefanos Pavlakis an: stefan.dahnhardt@gmail.com

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Kontaktdaten mit der Bitte um Überweisung der Seminargebühr. Kurz vor dem Seminar werden Ihnen die Zugangsdaten zum Online-Videoseminar gesandt.

Die Seminare finden ab einer Gruppengröße von 3 Personen statt.